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Zukünftige Browser sollen durch einen Kompatibilitätsmodus sicherstellen, dass alte Websites auch mit neuen Browser-Versionen korrekt dargestellt werden.

Aaron Gustafson beschreibt in seinem Artikel Beyond DOCTYPE: Web Standards, Forward Compatibility, and IE8 eine Möglichkeit, die weitgehend sicherstellen soll, dass heute entwickelte Websites auch in den Browsern von morgen noch korrekt dargestellt werden.

Das ist nicht selbstverständlich. Denn jede Browserversion behebt Fehler oder bringt neue mit sich. Viele Websites werden in neuen Browsern nicht mehr richtig dargestellt.

Das Version-Targeting soll das mit einem einfachen Prinzip verhindern: Man definiert in einem HTTP-Header oder einem äquivalenten meta-Tag die Browser-Versionen, mit denen man die Seite getestet hat. Z.B.:

<meta http-equiv="X-UA-Compatible" content="IE=7;FF=2;Opera=9;Safari=3" />

Wird die Seite nun mit einem neueren Browser (z.B. IE 8) angezeigt, so soll er in einen Kompatibilitätsmodus wechseln — sich also wie ein IE 7 verhalten. Es ist also sichergestellt, dass die Seite korrekt dargestellt wird, obwohl der neue Browser sie andernfalls möglicherweise falsch darstellen würde.

In der Praxis wird es wohl darauf hinauslaufen, dass nur der IE 8 (und aufwärts) dieses Feature unterstützt — andere Browserhersteller kümmern sich ohnehin nicht allzusehr um die Bugs in alten IE-Versionen (obwohl sie den Doctype-Switch alle implementieren). Man wird diesen Header also nur brauchen, wenn man explizit die Rendering-Engine des IE 8 nutzen will. Dann reicht folgende Zeile:

<meta http-equiv="X-UA-Compatible" content="IE=8" />

Diese "Rückwärtsorientierung" empfindet Eric Meyer in seiner Antwort auf Gustafsons Artikel zunächst als sehr negativ. Sie verführt dazu, browserspezifisch zu programmieren, anstatt sich auf Standards zu stützen, die hoffentlich auch in den Browsern von morgen funktionieren.

Allerdings stellt er auch fest, dass das Version-Targeting viele Vorteile mit sich bringt: Die Wartung von Websites wird wesentlich vereinfacht. Nur weil ein neuer Browser rauskommt, muss man nicht die gesamte Website prüfen und evtl. überarbeiten. Außerdem werden die Browser-Hersteller ermutigt, ihre Bugs zu beheben. Viele Bugs wurden im IE lange Zeit nicht behoben, weil sich die Darstellung vorhandener Websites sonst stark verändern würde.

Schlussfolgernd kann man also sagen, dass diese Technik durchaus erstrebenswert ist. Vermutlich wird sie zunächst im IE 8 implementiert, da sie durch eine Nachfrage des IE-8-Teams entwickelt wurde.

Erstellt am 22.01.2008 um 20:49 Uhr von streawkceur.
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